Neues Jahr, neuer Trainer, aber alte Probleme: Im ersten Spiel des Kalenderjahres 2026 unterlagen die Eynattenerinnen mit 20:26 und befinden sich so weiterhin im Tabellenmittelfeld der 2. Division.

Vor heimischem Publikum fehlte es trotz einer guten ersten Hälfte erneut an Durchschlagskraft und Stabilität. Als Nachfolger von Yannick Havenith hatte Neu-Trainer Bruno Thevissen unter der Woche seine ersten beiden Trainingseinheiten mit der Mannschaft gegeben.
Bruno Thevissen, wieso haben Sie als Trainer die Eynattener Damen übernommen?
Ich habe meine Hilfe angeboten, nachdem Yannick (Havenith A. d. R.) aufgehört hat. Ich übernehme die Mannschaft, damit der Verein in Ruhe und ohne Stress nach einem Nachfolger suchen kann.
Was sind Ihre Ambitionen mit der Mannschaft?
Meine Ambition ist es, die Mannschaft weiterzuentwickeln. Die Jugendlichen sollen noch näher an die erste Mannschaft herangebracht werden, schließlich werden die Stammspielerinnen nicht immer da sein.
Wie haben Sie sich vor dem Anpfiff gefühlt? War das etwas anderes für Sie?
Ja, das ist natürlich eine ganz andere Situation. Man muss schon ein bisschen darauf achten, wann man in die Kabine reingeht. Für mich ist es eine ganz neue Situation. Ich habe auch noch nicht so das Feuer in die Kabine gebracht. In dieser Hinsicht bin ich noch etwas zurückhaltend, da ich noch nicht genau weiß, was ich hier sagen kann oder darf. Das sind so Sachen, die kommen aber mit der Zeit.
Apropos anpassen, mussten Sie auch ihren Trainingsstil an die neue Situation anpassen?
Nein, das eigentlich nicht. ich habe mir von vorneherein gesagt: Ich gehe es an, als ob ich die Herrenmannschaft trainiere. Sie nehmen es auch sofort an. Das Positive, was ich auf meinen bisherigen zwei Trainings mitbekommen habe, ist die Dankbarkeit für die Umsetzung. Sie versuchen direkt umzusetzen, was man ihnen sagt. Da sind sie sehr aufmerksam, und das ist ein kleiner Unterschied zu den Herren. Das muss ich schon sagen.
Wo sehen Sie die größten Baustellen, sowohl spielerisch als auch intern?
Intern würde ich schon die Fitness nennen. Ansonsten muss sich die Trainingsbeteiligung verbessern, damit die Qualität steigt und die Spielerinnen auch physisch einen Schritt nach vorne machen können. Dienstags haben die Damen Athletiktraining, das ist gut und schön, aber sie müssen auch konditionell mehr an sich arbeiten. Nur so werden wir beweglicher und können mehr Tempo spielen. Gerade gegen Meeuwen haben wir das perfekte Beispiel gesehen: Sie haben zu sechst sehr defensiv verteidigt, weil wir keine Schützen aus der Distanz haben. Wenn wir die Gegner nicht in Bewegung kriegen, dann wird es schwer.
Haben Sie das Gefühl, unter Druck zu stehen?
Nein.
Was nehmen Sie aus dieser ersten Niederlage gegen Meeuwen mit?
Die Mädels kämpfen auf jeden Fall, das ist gar keine Frage. Wir haben eigentlich auch eine ordentliche Abwehr gespielt. Am Ende kassieren wir ein paar Tore zu viel, weil wir natürlich auch etwas aufgemacht haben. Also da bin ich guter Dinge, das wir da dran arbeiten werden und uns durch diese gute Abwehr noch belohnen werden. Im Angriff sind wir halt... ich will nicht sagen schwach, sondern eher falsch besetzt. Wir haben viele Außen, viele Kreisläufer, dafür aber kaum Rückraumspieler. Mit dieser Situation müssen wir uns in den nächsten Wochen beschäftigen und Varianten mit zwei Kreisläuferinnen einstudieren. Aber wie gesagt: Auf zwei Tage kann man nicht alles umändern, das mussten wir auch nicht. Yannick hat ja eigentlich gute Arbeit geleistet, und die Mädels haben gute Spiele gezeigt. Deswegen müssen wir ruhig bleiben, weiterarbeiten und dann wird auch alles gut.