Die Eynattener Herren sind mit einem spektakulären Unentschieden in die Saison 2026-27 gestartet. Beim ambitionierten EHC Tournai bewies die Truppe von Spielertrainer Bartosz Kedziora Comeback-Qualitäten und kämpfte sich nach Rückstand zurück in die Begegnung. Nach dem 17:17-Halbzeitstand fielen weitere 40 Tore, ehe das Offensivspektakel mit 37:37 und einem Zähler für beide Mannschaften endete.
Trotz der Punkteteilung zog Außenspieler Yanis Thevissen ein positives Fazit zum Auftakt: „Mit einem Remis in Tournai können wir zufrieden sein. Besonders, weil sie dieses Jahr oben landen wollen und wir aus ihrer Halle einen Punkt entführt haben. Ich glaube, das wird nicht jede Mannschaft schaffen. Das müssen wir positiv sehen, auch wenn wir uns natürlich mehr gewünscht hätten.“
Zu Beginn der Partie hatte es noch nicht nach einem Punktgewinn ausgesehen. Die Eynattener kamen in den ersten Minuten unter die Räder und lagen mit acht Toren zurück. Diesen Rückstand verringerten sie jedoch bis zur Pause und glichen vor dem Halbzeitpfiff zum 17:17 aus. Gründe für die Probleme in der Anfangsphase fand Thevissen in der Absprache der Abwehr: „Wir wussten, wo die Stärken von Tournai lagen und hatten uns auch mit Videoanalyse darauf vorbereitet. Aber uns hat hinten die Geduld gefehlt. Wir kamen zu oft mit einem schlechten Timing raus, sodass wir hinten zu offen standen. Das haben wir aber noch in der ersten Hälfte angesprochen, und dann hat das viel besser funktioniert. Wir haben dann defensiv viel stabiler gestanden und konnten unser Tempo nutzen.“
37 Tore sprechen eine deutliche Sprache. Thevissen war am Samstagabend mit acht Treffern der beste Werfer, dicht gefolgt von Rückraumschütze Benjamin Deutz und Kreisläufer Daniel Maier mit je sieben. Zweimal hatten die Eynattener in der vergangenen Saison mindestens 37 Tore erzielt, beide Duelle waren zu ihren Gunsten ausgegangen. Am Samstag war dies nicht der Fall, für Yanis Thevissen lag das an der Abwehr: „Normalerweise gewinnt man ein Spiel mit 37 Toren, diesmal haben wir allerdings genauso viele kassiert. Wir müssen noch an der Absprache im Mittelblock arbeiten. Tournai hatte da zwei, drei Spieler, die alles entschieden haben. Es ist nicht in Ordnung, dass wir 20 Minuten brauchen, um da eine Absprache zu finden.“ (ps)
Für den HC Eynatten-Raeren spielten und trafen: Robin Schroif, Kevin Siraut – Noah Bartholemy (3), Benjamin Deutz (7), Yanis Thevissen (8), Wim Zimmermann, Loris Schumacher (2), Yehor Shpak (3), Emil Jacobs, Daniel Maier (7), Jan Kirchhoff (4), Bartosz Kedziora (2), Niklas Mühlmann, Toni Petrovic (1)