Erst das „Warmlaufen“ gegen den Aufsteiger, dann die beiden direkten Konkurrenten und mittendrin das Pokalachtelfinale gegen den Spitzenreiter der Super Handball League: Die kommenden Wochen werden für den HC Eynatten-Raeren zum Härtetest – aber auch zur perfekten Standortbestimmung.

Da werden wir sehen, ob wir oben mithalten können. Wenn wir da bleiben wollen, müssen wir gewinnen“, weiß Noah Bartholemy.
Den Auftakt in die Serie bildet am Samstag (20.15 Uhr) Montegnée, das sich im Sommer im nationalen Oberhaus anmeldete und mit fünf Punkten auf dem drittletzten Rang steht. Eynattens Marschroute ist klar: wie gewohnt von Anfang an Tempo machen und sich schnell einen Vorsprung erarbeiten. „Wir müssen sie schnell überlaufen, sodass wir schon in der ersten Halbzeit relativ hoch führen und das nach der Pause verwalten können“, erklärt der 27-Jährige: „Das ist das ideale Szenario, das bisher häufig funktioniert hat. So kommt beim Gegner gar nicht erst die Hoffnung auf Punkte auf.“
Gemeinsam mit Benjamin Deutz und Spielertrainer Bartosz Kedziora, den er noch aus gemeinsamen Zeiten in Eupen kennt, bildet Noah Bartholemy in dieser Saison den offensiven Rückraum – hier steht in Eynatten die meiste Erfahrung auf der Platte. „Bartosz ist ein Führungsspieler, der zu jedem Zeitpunkt weiß, was abgeht. Von ihm lernen wir alle.“
Bisher greift die Mischung mit den jungen Kräften. Punktgleich mit Kortrijk und Tournai grüßt der HCER in der 1. Division von ganz oben. Die Abstiegsorgen der vergangenen Jahre sind ad acta gelegt, zumal das schwarz-rote Konto Ende Oktober 2024 und 2025 jeweils kaum gefüllt gewesen war.
Wie sehr der Blick nach oben wandern kann, dürften die nächsten Wochen zeigen. Denn nach Montegnée folgen die genannten Kortrijk und Tournai. Der ganz dicke Brocken wartet aber im Pokal: Am 10. November reist Sporting Pelt als aktueller Primus der belgisch-niederländischen Serie und haushoher Favorit an die Lichtenbuscher Straße. Erst einmal darf sich Eynatten aber gegen den Liganeuling keinen Stolperer leisten.