Süßes gab es am Halloweenabend nur für die Eynattener Fans: Die Gäste aus Montegnée mussten mit Saurem nach Hause fahren. Die Ostbelgier gewannen am Samstag mit 41:32 erneut vor heimischem Publikum und festigten ihren Platz an der Tabellenspitze. Mit dem nächsten Erfolg bleibt der HCER in dieser Saison in eigener Halle ohne Punktverlust. Gegen den phasenweise überforderten Aufsteiger zeigte die Kedziora-Sieben eine starke erste Hälfte, ehe es nach dem Seitenwechsel kurzzeitig gruselig wurde.

Nach der 21:15-Halbzeitführung leistete sich Eynatten zu viele Fehler und ließ Montegnée wieder herankommen. Für Daniel Maier war es ein durchwachsenes Duell: „Insgesamt war es ein wichtiger Sieg. Zwischenzeitlich haben wir schon hoch geführt. Dann haben wir aber in der Abwehr ziemlich nachgelassen. In der Zeit haben wir schnelle Tore kassiert und hatten da auch mal eine Flaute vorne drin.“
Montegnée nutzte diese Schwächen konsequent und verkürzte den Rückstand bis auf drei Tore (28:25, 45. Minute). Die Ursache für die Gruselminuten sah Maier in der eigenen Mannschaft: „Mitte der zweiten Halbzeit haben wir Minutenlang gar kein Tor mehr geworfen. So ist es eng geworden, aber wir haben noch rechtzeitig die Kurve bekommen und uns wieder abgesetzt.“ Durch Treffer von Benjamin Deutz in der 51. und Yanis Thevissen in der 52. Minute zogen die Schwarz-Roten wieder auf 32:27 davon. Während dem Aufsteiger zunehmend die Luft ausging, hatte der HCER noch genügend Reserven. Die Gastgeber bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus – als wäre die schwache Phase zu Beginn der zweiten Halbzeit nur ein böser Spuk gewesen. Die 41 erzielten Tore waren schließlich Bestwert für die Eynattener und entsprachen zugleich der bisherigen Saisonausbeute ihres treffsichersten Werfers Benjamin Deutz. An diesem Wochenende übernahmen allerdings Noah Bartholemy und Yehor Sphak die Verantwortung: sie erzielten jeweils zehn Tore und waren damit die erfolgreichsten Schützen des Abends. Während die Offensive überzeugte, waren die 32 Gegentore für Maier eindeutig zu viel: „Wir arbeiten seit Wochen daran, dass wir, wenn wir aushelfen, es auch sinnvoll machen. Ich fand, dass wir es phasenweise gut gemacht haben. Aber während 20 Minuten hatten wir Probleme. Nach jedem verlorenen Zweikampf, gab es ein Gegentor, ohne dass die Gegner noch einen Pass spielen mussten. Da bleiben wir dran und hoffen, dass wir das noch verbessern können. Denn wenn wir weniger Tore kassieren, gewinnen wir mehr.“