
Der HCER startete engagiert in die Partie und versuchte früh, sich abzusetzen, ehe Lebbeke zunehmend besser ins Spiel fand. Die Gäste übernahmen zwischenzeitlich die Führung. Mehrere Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns sorgten dabei für Diskussionen und Unverständnis auf den Rängen. Mit einem 11:13-Rückstand mussten die Schwarz-Roten in die Kabine.
Der Seitenwechsel brachte neuen Schwung. Eynatten kam entschlossen aus der Pause und arbeitete sich Tor um Tor heran. Spätestens ab der 40. Minute entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit den Flamen, in dem beide Mannschaften um jeden Treffer rangen. Der größere Siegeswille der Hausherren erwies sich in dieser Phase als entscheidend.
Lange währte die Freude jedoch nicht, denn durch den gleichzeitigen Erfolg von Pelt blieb der Sieg ohne tabellarische Konsequenzen. Trotz der erneuten Teilnahme an den Play-downs war die Stimmung in Eynatten positiv. „Leider hat uns der Sieg auf dem Papier nichts gebracht. Aber da Pelt im Vorteil war, haben sie es vielleicht mehr verdient. Wir haben trotzdem alles gegeben, das war ein sehr wichtiger Sieg für die Moral. Wir können jetzt mit erhobenem Haupt in die Play-downs gehen“, sagte Kreisläufer Daniel Maier.
Gerade diese Moral sei entscheidend gewesen, zumal seine Mannschaft zur Pause noch im Hintertreffen lag. Als Schlüssel nannte Maier vor allem die verbesserte Defensivarbeit: „Es war kein schönes Handballspiel, aber die Einstellung hat bei allen gepasst. Ich hatte das Gefühl, am Ende wollten wir es ein paar Prozente mehr als Lebbeke. Am Ende haben wir uns vor allem wegen unserer Einstellung durchgesetzt. Unsere Defensive hat besonders in der zweiten Halbzeit super gespielt. Vorne hatten wir viele technische Fehler, aber hinten haben wir nach der Pause nur noch neun Tore kassiert. Wir selbst haben auch nur zwölf Mal getroffen, aber mehr als der Gegner – so gewinnt man Handballspiele.“ Für den HC Eynatten Raeren spielten und trafen: Salvatore Guarneri, Robin Schroif – Noah Bartholemy (4), Ethan Schreurs, Erwin Amegninou, Benjamin Deutz (4), Yanis Thevissen (1), Wim Zimmermann, Emil Jacobs (1), Yehor Shpak, Daniel Maier (2), Martin Lechanteur (1), Jan Kirchhoff (1), Bartosz Kedziora (6), Loris Schumacher, Toni Petrovic (3). (ps)